projekt gemeinsam mit adriana flores franz, lena heiss, leonie schipke und svenja dörflinger
entstanden im rahmen des studienprojekts „the only game in town: Anthropology and the housing markets in Berlin“ (geleitet von ignacio farías und tomás criado)
in dem einjährigen studienprojekt befasste ich mich in einer kleingruppe mit dem leben in öffentlichem Raum. wir forschten an insgesamt drei orten in berlin, welche für ihre wohnform den öffentlichen raum beanspruchten: die wagenburg lohmühle, ein tipi dorf und die rummelsburger bucht. dabei untersuchten wir die logiken, durch die sich diese wohnformen konfigurierten und wie die wohnformen mit dem berliner wohnungsmarkt – bzw. der berliner wohnungskrise – in beziehung stehen.
Das projekt nutzte eine vielzahl an methoden. Bezüglich der rummelsburger bucht (wo ich vor allem in die forschung involviert war) nutzten wir vor allem interviews und besuchten bootsbewohner*innen auf ihrem booten und interessierten uns für deren lebensumstände und mit dem wohnen auf dem boot in zusammenhang stehende erfahrungen aller art. es wurde als teil der forschung auch auf booten übernachtet, mit photographie gearbeitet und im letzten drittel der forschung organisierten wir eine öffentliche diskussionsveranstaltung zum öffentlichen raum. dazu wurden vor allem bootsbewohnende eingeladen. Der flyer und poster wurden aber in verschiedensten sprachen in und um die bucht verteilt – es sollten spezifisch auch obdachlose personen angesprochen werden, die zu der zeit in einem waldstück an der bucht wohnten und von akuter verdrängung bedroht waren. in der veranstaltung wollten wir vor allem zwischenergebnisse und auch das thema der obdachlosigkeit (welches in unserer forschung eine leerstelle ausmachte) reflektieren.
ergebnisse der forschung orientierten sich vor allem an dem verhältnis von innen- und aussensicht auf das leben auf dem boot, welches vor allem auch im verhältnis auf das relativ teure wohngebiet der halbinsel alt-stralau ausgehandelt wurde. dieses verhältnis zeichnete sich durch zwei relativ stereotyp ausgehandelte blickwinkel aus, die das leben auf dem boot vor allem mit dem ‚maximalen chaos‘ assoziierten – das sich so in unserer forschung nicht ausmachen ließ.


flyer von adriana flores franz

