Interaktive Dokumentarfilme und ihre Wissensproduktion

Seit 2021 arbeite ich an meiner dissertation unter dem titel „interaktive dokumentarfilme und ihre wissensproduktion – archiv, montage und verortung als methoden“. Diese erarbeitete ich unter anderem als wissenschaftliche mitarbeiterin im vom snf finanzierten forschungsprojekt „interaktiver dokumentarfilm“ an der hochschule luzern – design film kunst. erstbetreut wird die arbeit von prof. dr. ute holl am seminar für medienwissenschaft der universität basel. zweit- und drittbetreuung durch prof. dr. florian krautkrämer (HSLU) und prof. dr. volker pantenburg (UZH).

***

Interaktive Dokumentarfilme erlauben den Rezipient*innen in das, was sie sehen und hören einzugreifen. Sei es durch die Auswahl von Material, dem Verfolgen von Pfaden, dem Erkunden von Datenbanken oder dem Beisteuern eigenen Materials. Dabei wird den Rezipient*innen interaktiver Dokumentarfilme, im Vergleich zu jenen linearer Filme, oftmals eine höhere Aktivität und Autonomie zugeschrieben. Gleichzeitig hätten die Filmemacher*innen weniger Kontrolle über die dokumentarische Wissensproduktion, die sich nun zu Rezipient*innen, bzw. User*innen und Software verschiebe. Mit ebendieser dokumentarischen Wissensproduktion befasse ich mich in meiner Dissertation und nähere mich dem Thema mit einem kritischen Blick auf Interaktivitäts- und dokumentarfilmtheoretische Diskurse. Dabei befrage ich interaktive Dokumentarfilme nach ihren interaktiven Möglichkeiten, ihrer Montage als auch ihren Bildlichkeiten. Im Rahmen der Forschung wurden die drei Methoden des Archivs, der verortung und der Montage erarbeitet, anhand derer ich mich der dokumentarischen Wissensproduktion interaktiver Dokumentarfilme annähere.

Das Bild zeigt eine Collage sieben verschiedener interaktiver Dokumentarfilme, mit denen ich mich innerhalb meiner Forschung auseinandersetze.